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Schlussbericht Schulhausbau

Im Juli 2011 bin ich erneut für drei Monate nach Kathmandu gereist, um den Abschluss unseres Grossprojekts mitzuerleben. Es war ein ergreifender Moment, als unser Auto um die Kurve bog und die Strasse ein erstes Mal den Blick auf das neue Schulhaus freigab. Wie eine kleine Festung thronen die vier imposanten roten Gebäude auf der Anhöhe vor den bewaldeten Hügeln. Die Lage der neuen Manjughoksha Academy ist perfekt: etwas ausserhalb des Zentrums von Boudha gelegen, bietet sie den Kindern eine grüne Umgebung mit sauberer Luft und ist trotzdem gut mit dem Schulbus erreichbar.


Das Werk von fünf Jahren harter Arbeit lag also vor mir – vollendet und bereit dafür, seine Funktion aufzunehmen. Im August 2011 war es soweit: die Manjughoksha Academy ist in ihr neues Eigenheim umgezogen. Zwei Wochen später war alles eingerichtet und der reguläre Schulbetrieb konnte wieder aufgenommen werden. Für 365 Kinder ist dank den nun eigenen und nicht mehr gemieteten Gebäuden der Schulbetrieb garantiert.


Einen Monat später fand die offizielle Einweihungsfeier statt, zu der mehrere Hundert Gäste eingeladen waren. Auch eine Gruppe von Schweizer Gönnerinnen und Paten ist nach Kathmandu gereist, um diesem bewegenden Moment beizuwohnen. Die Kinder haben bereits monatelang im Voraus wunderschöne Gesangs- und Tanzaufführungen einstudiert, welche sie mit viel Elan während eines zweistündigen Programms präsentierten.

 

Die Gefühle, welche die Betrachtung unseres neuen Schulhauses hervorruft, sind noch immer überwältigend. Vor allem die freudigen, erleichterten und stolzen Gesichter von Doma und Sonam an der Einweihungsfeier waren für mich einer der berührendsten Momente dieses ganzen Projektes.

 

Ja, wir haben es geschafft!

 

Melanie Meichle