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Erdbeben in Nepal

Unsere Hilfe kommt an - Ein Beispiel


In Nepal kommt die humanitäre Unterstützung der Bevölkerung nach wie vor kaum voran. Der Winter ist eingekehrt und in den Bergregionen leben die Menschen immer noch in ihren Notunterkünften. Dawa Norbu, eine unserer Verbindungspersonen in Kathmandu, hat uns noch einmal um Hilfe für einen Transport von Hilfsgütern angefragt. Er ist ein ehemaliger Schüler der Manjughoksha Academy (wir kennen ihn seit der 4. Klasse) und stammt selbst aus einem kleinen Dorf im Manaslu-Gebiet. 

 

Sein Report vom 2. Februar 2016 nach erfolgter Mission und einige Bilder:

   

"Dearest ma'am, 

 

 I am just one day away from Kathmandu and I will be reaching today. It was a successful journey and we had to go one day by bus and 2.5 days by walking. We reached four villages and took the mule. When we reached one village,  we had to stop the mule and distribute the blankets, jackets, hot water bags, cap and stove to old mothers and again  load the remaining stuffs to go to another village. I had a little knee pain too. 

 

I bought 120 jackets more  for the old people from your money and I distributed it to all the old ladies who were really poor. It was still not enough. I have also send you the picture of the bill of purchased jackets. We took 180 blankets, 288 warm woollen caps, 214 pieces of hot water bags, 90 pieces of small jackets, 120 pieces of big jackets, 7 heavy stoves. The small 90 pieces of jackets, hot water bags and stoves were donated by helping hand Nepal. 

 

Regarding transportation, it was very difficult to get the porters and mule. I paid the first day transportation by reserving two trucks. It was really difficult to get the trucks because all the trucks didn't have enough oil to go because of the border blockade still happening in Nepal and India. Only we could do is to buy oil in the black marketing. We took 47 mule, one mule should at least carry 20 blankets but one mule carried only 10 blankets because the space occupied by the blankets was huge and if more and more loads are kept on one mule with big space occupied, it will be difficult for the mule to go on the deep George and narrow valleys. It may bang with the rocks and the mule might fall down. 

 

It was all possible to help these old people and children through generous help of Manjushri Association. I really appreciate your kindness. Thank you very much for the compassion that you gave it to these people and for me. 

 

Best wishes and with love and regards

Dawa"

 





Transport mit Maultieren





Gespendete Jacken





Übergabe der Hilfsgüter





Stand der Dinge - Dezember 2015


In einem Brief an die Gönnerinnen und Gönner schreibt Ursula Meichle im Dezember 2015:

 

"Liebe Gönnerinnen und Gönner

 

Auch in Nepal an der Manjughoksha Academy wird es langsam Winter und die Temperaturen sinken. Die Verhältnisse in Kathmandu sind seit Monaten sehr schwierig. Die Bevölkerung im Süden akzeptiert die neue nepalesische Verfassung nicht und blockiert sämtliche Importe aus Indien. Wir können zwar immer noch bauen, aber leider hat sich der Preis für sämtliches Material massiv erhöht – es funktioniert nur noch der Schwarzmarkt. Das Gebäude mit der Küche und den Jungenschlafsälen kann wegen der Bauverzögerung frühestens in zwei Monaten bezogen werden. Die Jungs schlafen nach wie vor in den Schulzimmern und müssen sich unter freiem Himmel mit kaltem Wasser waschen. Aufgrund des Lieferembargos von Gas, sieht sich die Schulleitung ausserdem gezwungen mit Holz zu kochen - auch dies immer noch draussen! 

 

Das Erfreuliche ist, dass der Schulbetrieb trotzdem funktioniert. Die Winterexamen wurden planmässig durchgeführt und man bereitet sich langsam für das neue Schuljahr vor, das im April beginnt. Bereits heute stehen mehrere Kinder auf der Warteliste für einen Eintritt. Wir hoffen, für sie alle eine Patin oder einen Paten zu finden.

 

Bei uns ist Adventszeit und Weihnachten steht vor der Tür; Zeit uns einmal mehr für Ihr grosses Engagement zu bedanken. 

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie - auch im Namen der Schulleitung und der Schüler/innen der Manjughoksha Academy - eine geruhsame Adventszeit, wunderschöne Festtage und nur das Allerbeste zum Jahreswechsel.

 

Freundliche Grüsse

Ursula Meichle"





Gekocht wird draussen und mit Holz / Gebäude mit Esssaal und Schlafräumen





Duvets werden aufbereitet und Matratzen geflickt





Bettgestelle und Schulbänke werden neu gestrichen


Stand der Arbeiten - November 2015


In einem Brief an die Gönnerinnen und Gönner und an die Patinnen und Paten schreibt Ursula Meichle im November 2015:

Liebe Gönnerinnen und Gönner

Liebe Patinnen und Paten

 

Es gibt einiges zu berichten von der Manjughoksha Academy und der Situation in Kathmandu. Sie haben es ev. bereits in der Zeitung gelesen – die Aufbauhilfe nach dem Erdbeben stockt, offizielle Gelder sind noch blockiert und mit der neuen Verfassung sind viele Nepalesen nicht einverstanden, was wiederum zu landesweiten Streiks führt. Keine guten Voraussetzungen für einen Wiederaufbau.

 

Im Vergleich dazu sind wir schon sehr weit gekommen. Allerdings steht auch das Leitungsteam unserer Schule immer wieder vor neuen Herausforderungen. Von den landesweiten Streiks waren auch unsere Renovationsarbeiten betroffen, da es den Arbeitern nicht mehr möglich war, die Baustelle zu erreichen. Einige von ihnen blieben vor Ort, übernachteten in den Schulräumen und arbeiteten weiter. Da in diesen Tagen auch kein Unterricht stattfinden konnte, halfen die grossen Jungs beim Bauen mit.  

 

Am Gebäude „Speisesaal/Schlafsäle Jungen“ müssen die Fundamente und sämtliche Stützpfeiler verstärkt werden und es wird noch einmal 2 bis 3 Monate dauern, bis diese Räumlichkeiten benutzt werden können. Die Mauern der anderen Gebäude sind alle geflickt und die Schulzimmer können wieder benutzt werden. Die Zelte stehen noch und wurden zum Speisesaal umfunktioniert. Als nächstes werden auch die Plätze geebnet und neu gepflastert. Wir sind zuversichtlich, dass im neuen Jahr die grossen Reparaturen abgeschlossen sind und nur noch gestrichen werden muss. Vieles muss dann neu eingerichtet werden. Ein grosser Teil des Mobiliars ist zu Schaden gekommen, sei es durch das Erdbeben oder durch die wochenlange Nutzung im Freien. Glücklicherweise ist der Monsun vorbei, so dass langsam alles wieder trocken wird. 

 

Einmal mehr danken wir Ihnen ganz herzlich für die finanzielle Unterstützung, die Sie in den letzten Monaten geleistet haben! Selbstverständlich werde ich Sie weiterhin über die Fortschritte informieren.

 

Freundliche Grüsse

Ursula Meichle"

 





Schulalltag neben der Baustelle / Schüler helfen mit




Verstärkung der Fundamente




Reparatur der Risse in den Schulzimmern





Verstärkung der Stützpfeiler




Schulzimmer noch ohne Fenster


Stand der Arbeiten - August 2015


In einem Brief an die Gönnerinnen und Gönner und an die Patinnen und Paten schreibt Ursula Meichle im August 2015:

 

"Liebe Gönnerinnen und Gönner

Liebe Patinnen und Paten

 

Gerne informiere ich Sie über die letzten Neuigkeiten aus Kathmandu. An der Manjughoksha Academy gehen die Renovationsarbeiten voran – Dank Ihnen und Ihren grosszügigen Spenden! Ohne Ihre Unterstützung wären wir noch nicht so weit.

 

Zur Zeit werden die Wände im Speisesaal/Küche und in den Schulzimmern (4 Stock-werke) herausgebrochen und neu aufgemauert. Diese Arbeiten sollten in ungefähr einem Monat beendet sein. Das Schulgebäude hat für die Schulleitung erste Priorität, damit der Unterricht von den Zelten nach innen verlegt werden kann. Danach werden die Schlafsäle der Jungen mit derselben Methode in Angriff genommen. Während dieser Zeit werden die Jungs in den Klassenräumen schlafen.

 

Die wichtigste Stützmauer ist bereits aufgebaut und die Mauern rund um das Gelände sind ebenfalls beinahe fertig hochgezogen. Viel Zeit werden die Planierungs- und Pflästerungsarbeiten der Aussenplätze geben. Diese Arbeiten können aber erst nach dem Monsun (ab Oktober) ausgeführt werden. Die beiden Gebäude mit den kleineren Schäden, werden als letzte geflickt. Dort wird bei den schadhaften Stellen der Verputz entfernt und die Risse mit einer Zement-Chemie-Mischung gefüllt.

 

Für all diese Renovationsarbeiten haben wir exakte Kostenvoranschläge zu den Baukosten bekommen, der Gesamtbetrag beläuft sich auf rund Fr. 250‘000.-. Im Anhang finden Sie eine detaillierte Zusammenstellung.

 

Die Bilder geben Ihnen einen weiteren Eindruck der Arbeiten.

 

Der Alltag der Kinder nimmt seinen Lauf. Auch in den provisorischen Verhältnissen wurden die anstehenden Examen durchgeführt und die Kinder haben einen strukturieren Alltag. Glücklicherweise konnten wir durch neue Patenschaften bereits 15 Kinder aufnehmen oder bisherigen Schüler/innen den weiteren Verbleib an der Schule garantieren.  Die Schulleitung weiss die Unterstützung sehr zu schätzen!

 

Ich wünsche Ihnen weiterhin eine schöne Sommerzeit.

 

Freundliche Grüsse

 

Ursula Meichle"

 

Kostenvoranschläge (pdf)





Blick in die Küche / Renovation des Speisesaals




Wiederaufbau der Mauern


Neuigkeiten aus Kathmandu - Juli 2015


In der Zwischenzeit sind alle Schüler/innen zurückgekehrt. Da zwei der vier Gebäude (Esssaal, Küche, Knabenschlafräume und sämtliche Schulräume) nicht benützt werden dürfen, wurden Provisorien eingerichtet. Auf dem Schulhof stehen grosse Zelte für den Unterricht. Die Bibliothek und andere kleinere Räume wurden ebenfalls behelfsmässig als Klassenzimmer eingerichtet. Jetzt in der Monsunzeit ist es in den Zelten und in diesen kleinen Räumen stickig heiss. Der Unterricht wurde daher 2 Stunden vorverlegt und beginnt bereits um 07.00 Uhr.

 

Die Küche wurde behelfsmässig in einen kleinen Kellerraum verlegt; gegessen wird bei trockenem Wetter draussen. Die grossen Jungs schlafen draussen, die Kleineren bei den Mädchen auf dem Boden und die Schulleitung im Büro. Sie sind unglaublich flexibel und kreativ. 

 

Die Renovationsarbeiten haben begonnen. Die Mauern rundum das Gebäude sind beinahe alle fertig hochgezogen. Jetzt beginnen die grossen Renovationsarbeiten im Speisesaal und danach werden die Klassenzimmer in Angriff genommen. Die Backsteinmauern müssen mehrheitlich komplett abgebrochen und neu aufgebaut werden. Es wird eine spezielle Technik unter Mithilfe von Chemie angewendet, um alles stabiler zu bauen. Die Schulleitung hofft, dass in 3 Monaten die wichtigsten Arbeiten fertig sein werden.

 





Bibliothek als Behelfsklassenzimmer / Im Speisesaal müssen alle Wände ersetzt werden





Mittagessen im Freien / Tea time





Küche im Freien / Die Schlafstellen werden tagsüber weggeräumt




Schulzimmer in Zelten


Zwischenbericht vom 30. Mai 2015


In der Zwischenzeit gibt es wieder Neuigkeiten von der Schule und aus Kathmandu.

 

Die guten Neuigkeiten sind:

  • Die ersten zwei Helikopter sind mit Hilfsgütern in eine sehr abgelegene Region in der Nähe der tibetischen Grenze (Manaslu-Gebiet) geflogen. Diese Gegend ist komplett zerstört und abgeschnitten von der Umwelt. Die Leute sind unendlich dankbar für die Hilfe. Aus dieser Region besuchen drei Kinder unsere Schule und ein Ex-Schüler ist dort Lehrer an der Grundschule. 

  • Unsere Schule wird am 31. Mai mit den ältesten Schülern wieder eröffnet. Für viele Kinder bedeutet dies, bessere Bedingungen als jetzt zu Hause zu haben. Es gibt wenigstens genug zu essen und eine einfache Schlafstelle, was im Moment nicht bei allen zu Hause der Fall ist. 

Die schwierigeren Umstände:

  • Die Regierung bestimmt, welche Gebäude wie saniert werden müssen. Von unseren vier Schulgebäuden dürfen zwei benutzt werden (Mädchenschlafsäle und Büro), zwei dürfen nicht betreten werden (Esssaal/Küche/Jungenschlafsäle und alle Klassenzimmer). Wann wir mit der Renovation beginnen können ist offen. 

  • Der Schulbetrieb mit allen 400 Schülerinnen und Schülern wird in ca. 2 Wochen wieder aufgenommen. Küche und Speisesaal werden nach draussen verlegt (unter grosse Blachen -  Küchengeräte müssen noch angeschafft werden). Die Jungs schlafen in Zelten draussen und der Unterricht findet wohl eng zusammengepfercht im Bürotrakt und draussen statt. 

Die Schulleitung leistet Unglaubliches; wir können ihnen einfach den grossen finanziellen Druck wegnehmen – dafür sind sie unendlich dankbar!

 

In diesem Sinn ein grosses Dankeschön an Sie für die Unterstützung!

 

Damit wir die entstandenen Schäden möglichst rasch beheben können, sind Spenden weiterhin sehr willkommen. Hinweise dazu finden Sie hier.

 

Viele Familien leben derzeit in prekären Verhältnissen. Entsprechend möchten viele Eltern, dass ihre Kinder von den verhältnismässig guten Bedingungen der Manjughoksha Academy profitieren können. Wir suchen deshalb weitere Patinnen und Paten für diese Kinder. Hinweise dazu finden Sie hier.




Provisorisches Klassenzimmer


Bericht von Ursula Meichle vom 13. Mai 2015


Am 12. Mai 2015 hat ein zweites heftiges Erdbeben Nepal und namentlich die Region um Kathmandu erschüttert. Die Manjughoksha Academy ist erneut auch davon betroffen. Ursula Meichle, Präsidentin des Manjushri Vereins, war während des ersten Bebens vom 25. April 2015 im Rahmen der diesjährigen Patenreise in Kathmandu und hat es hautnah erlebt. Kurz vor dem zweiten Beben ist sie in die Schweiz zurückgekommen. Am 13 Mai 2015 schrieb sie folgendes:

 

(Die angesprochene erste Information aus Kathmandu finden Sie unten nach den Fotos.)

 

"Liebe Gönner/innen, Freunde und Interessierte des Manjushri Vereins

 

Als erstes möchte ich mich für all die Unterstützungen (moralisch und finanziell) auf meine Nachricht ganz herzlich bedanken. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es noch etwas dauert, bis alle individuellen Dankesschreiben verschickt sind.

 

Seit meiner ersten Information vor gut zwei Wochen ist viel passiert - leider gestern noch einmal ein grösseres zweites Erdbeben. Die Bevölkerung war auch bis dahin kaum zur Ruhe gekommen, da ständig kleinere Nachbeben stattfanden. 

 

Vor zwei Tagen sind wir aus Kathmandu zurückgekehrt. Wir haben dort noch eine Nacht verbracht und die Gelegenheit genutzt, so viel Material und Geld wie möglich vor Ort zu lassen. Gleichzeitig konnten wir alle unsere Kontaktleute treffen, um Soforthilfe zu organisieren und verbrachten einige Stunden in der Schule, um die weiteren Schritte zu besprechen. 

 

Wasser und Elektrizität funktionieren wieder (auch nach dem gestrigen Beben). Der Ingenieur und zwei Experten haben die Gebäude bereits angeschaut. Die gute Nachricht ist, dass die Statik aller vier Gebäude intakt ist. Es sind jedoch alle Mauern rund um das Gelände eingebrochen und dadurch ist auf der Talseite der Boden etwas eingesunken. Die Küche und der Speisesaal wurden am stärksten in Mitleidenschaft gezogen. Dort müssen die Wände stückweise erneuert werden. Es kommen teure Reparaturen auf uns zu, aber es ist machbar. Die Schulleitung versucht bereits Arbeiter zu rekrutieren – ein schwieriges Unterfangen. Zusammen mit den verbliebenen Kindern und Angestellten wurde bereits getan, was möglich ist: aufräumen und putzen. Jeder noch intakte Backstein von der Mauer wurde für die Wiederverwertung zusammengesucht. Wenn möglich, soll der Schulbetrieb Mitte Juni wieder aufgenommen werden. Die ausgefallenen Tage werden mit den vielen und oft langen Ferien kompensiert!

 

Tragisch sind die Verwüstungen in den Dörfern. Wir trafen u.a. einen ehemaligen Schüler, der mit einem Hilfsgüter-Helikopter zurück nach Kathmandu fliegen konnte. Er lebt in einem Dorf in der Manasluregion nahe der tibetischen Grenze, welches sechs Tagesmärsche von der letzten befahrbaren Strasse entfernt liegt. Drei Kinder von dort besuchen unsere Schule. Das Dorf ist mehr oder weniger komplett zerstört. Die Bevölkerung hat bisher einzig eine Ladung Reis bekommen, welche auch nur für ein paar Tage reichte. Mit Hilfe unserer Vertrauensleute vor Ort (sehr engagierte junge Exiltibeter), werden in den nächsten Tagen zwei Helikopter mit Zelten, Plachen, Schlafsäcken, Solarlampen und Esswaren (Reis und Linsen) in das Dorf fliegen.

 

Solche Beispiele gibt es Tausende – wir helfen dort, wo wir direkt involviert sind und Beziehungen haben. Wir brauchen weiterhin viel Unterstützung. Unsere Mittel fliessen direkt und ganz schnell ans richtige Ort, ohne einen einzigen Franken für Administrations- oder Organisationskosten aufzuwenden! Ich habe bereits die ersten Überweisungen getätigt. 

 

Ganz herzlichen Dank für Ihre Mithilfe. Die Menschen in Nepal schätzen unsere Unterstützung ungemein. Es sind sehr emotionale Begegnungen und Kontakte und es herrscht eine riesengrosse Dankbarkeit, wenn wir Hilfe gaben oder versprachen.

 

Freundliche Grüsse

Ursula Meichle"

 

 

Spenden sind sehr willkommen. Hinweise dazu finden Sie hier.

 

 





Risse in den Schulzimmern





Risse im Schulzimmer





Die Mauer um das Grundstück ist eingestürzt





Die noch brauchbaren Backsteine werden gesammelt und für den Wiederaufbau bereit gestellt.





Auch die technischen Einrichtungen sind in Mitleidenschaft gezogen worden: Solarkollektoren für die Warmwasseraufbereitung, Wassertanks





Schokolade zur Beruhigung (unmittelbar nach dem ersten Beben) / Die Schlafräume sind noch zu unsicher


Bericht von Ursula Meichle vom 26. April 2015


Am 26. April 2015 berichtete Ursula Meichle, Präsidentin des Manjushri Vereins: 

 

"Liebe Gönner/innen, Freunde und Interessierte des Manjushri Vereins

 

Viele von Ihnen sind durch die schrecklichen Nachrichten aus Nepal beunruhigt und sorgen sich um unsere Kinder und die Schule.

 

Gestern, während des heftigen Bebens, waren wir mit 210 Kindern auf einem Ausflug in einem Park - dies war unser aller Glück - niemand ist verletzt! Mit den Kindern auf der freien Wiese zusammen gekauert, erlebten wir diese bangen Minuten. Wir blieben bis abends dort. Es war der sicherste Ort vor den weiteren Nachbeben; die Strassen waren ohnehin gesperrt. Die Nacht verbrachten die Kinder auf dem Schulgelände im Freien und wir schliefen in Zelten.

 

Der Schaden an der Schule ist beträchtlich. Die Gebäude stehen zwar alle noch, doch sind z.B. die Küche, Esszimmer und die Schlafsäle der Jungs zurzeit nicht mehr benutzbar. Schlimm ist, dass es kein Wasser und keine Elektrizität gibt.

 

Unsere Gruppe wurde heute Morgen nach Bhutan ausgeflogen. Es war für mich sehr schwierig, unsere Leute vor Ort zurückzulassen, stehe aber in ständigem telefonischem Kontakt mit ihnen.

Die Kinder sind alle - bis auf 25 aus sehr entfernten Gebieten ohne Verwandte - nach Hause zurückgekehrt. Die nächsten 36 Stunden müssen sie aber weiterhin im Freien verbringen. Die heutigen Nachbeben haben keine weiteren nennenswerten Schäden angerichtet, aber die Angst ist enorm.

 

Ich werde in zwei Wochen nach Kathmandu zurückkehren und Sie alle nach meiner Heimkehr noch einmal informieren.

 

Wir werden grössere finanzielle Mittel für die Instandstellung brauchen und ich hoffe sehr auf Ihre Unterstützung.

 

Freundliche Grüsse

 

Ursula Meichle

Präsidentin Manjushri Verein"